Notizen

7. August 2018

Dies ist normalerweise ein Fluss. Es ist der letzte hier, der überhaupt noch Wasser hat. Die Pflanzen vertrocknen, der Boden reißt auf. Wir aber machen weiter. Wir fahren, fliegen, kaufen und surfen im Internet. Am Ende werden wir sagen, dass wir das alles ja nicht gewusst haben. Oder dass wir sowieso nichts ändern konnten. Dass die anderen ja auch alle alles machen, und wieso sollten wir uns einschränken? Da wir doch nur einmal leben. Jetzt. Gar nicht drüber nachdenken. Weitermachen. Dem Abgrund entgegen. Und darüber hinaus.

30.7.

Ein mörderisch heißer Sommer. Ein Stollen wäre gut, tief im Berg, eine Tropfsteinhöhle.

Alles verdorrt. Dagegen anzugießen ist praktisch unmöglich.

Aber wenn Sie etwas über die Geschichte der Auerochsen lesen möchten, können Sie das im neuen Karfunkelheft tun. Ab August. Im Freilichtlabor Lauresham versucht man, die Auerrinder wieder zum Leben zu erwecken. Na ja, sie zurückzuzüchten.

1.7.

 

Die Eschen-/Eichenregel und die Siebenschläferregel scheinen in diesem Jahr zu stimmen.

So viel blauen Himmel gab es selten. So wenig Wasser auch. 

 

Wenn Sie Sommerlektüre suchen: Im neuen Karfunkel Codex "Der Norden" finden Sie einen Artikel von mir über König Artus.

20.6.

 

Im Sommerheft von Heil&Kraut können Sie meinen Artikel zum Gänseblümchen lesen. Ja, es ist essbar. Und eine Heilpflanze dazu. Außerdem berichte ich über die "Gefährdete Nutztierrasse 2018": Das Altwürttemberger Pferd.

5. Juni 2018

 

Heute vor 100 Jahren herrschte Krieg in Europa. Seit vier Jahren schon. Und an diesem Tag im Juni starb mein Urgroßvater Wilhelm Möller in Frankreich. "Fiel". Er war erst 34 Jahre alt und hinterließ eine Frau und drei Kinder. Eigentlich war er Maurer und hatte einen kleinen Bauernhof. Niemals wollte er in einen Krieg ziehen. Wir sind dem Volk, dem wir zufällig angehören, ausgeliefert. Den Regierenden. Wenn wir nicht fliehen wollen oder können. Und selbst wenn wir wollen, kann es sein, dass niemand uns aufnimmt. Wilhelm hat eine Reihe von Briefen hinterlassen, die ich kurz nach dem Studium in eine Geschichte eingefügt habe. "Die Zigarrenkiste".

30.4.

 

Der Harz ist zu Walpurgis von gelbem Staub überzogen. Schwefeldampf ist es nicht. Der Blütenstaub der Fichten legt sich wie ein Schleier über die Welt

28.4.

 

Im neuen Karfunkelheft finden Sie Artikel von mir über Karl Marx und die Dichterin Roswitha von Gandersheim, Hrotsvit. Zwei faszinierende Personen. Wenn Sie Zeit haben, lesen Sie auch das Kommunistische Manifest (noch einmal). Es lohnt sich. Zu Marx gibt es gerade eine große Ausstellung in Trier. Über Roswitha und das Leben in einem Damenstift können Sie sich in Brunshausen und Gandersheim informieren.

21.4.

 

Seit Jahren zum ersten Mal blüht die Esche vor der Eiche. Gerade jetzt, da ich aus verschiedenen Gründen lieber einen kühlen Sommer hätte. Alles ist grün. Die Birken, der Ahorn. Magnolien und Kirschen blühen. Eine "Sommerwoche" genügte dafür.

 

Anmerkung, eine Woche später: Die Eichen haben aber nun schon mehr Blätter als die Eschen. Wenn's ums "Grünen" geht, liegen sie also vorn.

April 2018

 

Schloss Ringelheim. An diesem Ort lebten Jungfrauen in einem Stift, Benediktinermönche, Adlige, die das Kloster in ein Schloss verwandelten, Lungenkranke und Psychiatriepatienten. Der Landschaftspark verwildert, das Schloss steht leer. Die alten Bäume zeugen von besseren Zeiten. Parks dieser Art entstehen nur, wenn man ihnen Jahrhunderte gibt. Der Lohn der Geduld ist groß. Wir sollten sie öfter aufbringen.

17.3.

 

Der erste rodeltaugliche Schnee in dieser Saison. Direkt vor der Haustür. Die Vögel sind verstimmt und verstummt. Winterfrühling.

 

Im neuen Heil&Kraut-Heft können Sie den Artikel "Andorn – Arzneipflanze des Jahres 2018" von mir lesen.

11.3.

 

Die erste Biene badet in gelben Krokuspollen, wieder und wieder taucht sie ein in die helllila Blüte.

15.2.

 

Doch noch etwas Winter im Harz:

 

 

 

 

 

31.1.2018

 

Im Karfunkelheft Nr. 132 können Sie Artikel von mir über Immanuel Kant und die Aufklärung und über Frigg, die Gemahlin Odins lesen.